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Donnerstag - 16. Februar 2012


Nachhaltigkeit ist Trend - Gewoba Nord bietet Sonnenhaus mit Mietflatrate an

Neben komfortablem Wohnraum für die Genossenschaftsmitglieder errichtet die Gewoba Nord Baugenossenschaft e.G. nördlich von Flensburg, in Harrislee, ein Gebäude mit einem besonderen Energiekonzept. Im Rahmen einer Nachverdichtung entsteht ein Mehrfamilienhaus mit 18 Wohneinheiten, das seinen Jahreswärmebedarf zu 75 Prozent direkt mit der Sonne deckt. Das sogenannte Sonnenhaus folgt dem Trend zur Nutzung regenerativer Energien und zur Reduzierung der laufenden Energiekosten mittels baulicher Maßnahmen. Die Mieter profitieren zudem von einer komfortable Mietflatrate, die sämtliche Betriebskosten sowie die persönlichen Strom- und Telefonkosten enthält.

Was auf den ersten Blick nach Routine klingt, ist jedoch ein echtes energetisches Pilotprojekt für die Gewoba Nord: „Die Anlage eines Mehrfamilien-Sonnenhauses, das sich aus regenerativen Energien weitgehend selbst versorgt und in den warmen Monaten sogar Energie für benachbarte Gebäude produziert, ist einmalig im Norden. Wir beschreiten mit diesem Vorhaben neue Wege, von denen wir sicher sind, dass sie die Energiekosten für die Mieter dauerhaft senken und darüber hinaus positive Auswirkungen für Umwelt und Klimaschutz haben“, sagt Gewoba Nord-Vorstandsmitglied Dietmar Jonscher.

Herzstück des Sonnenhauses ist der ca. 66 m3 große Pufferspeicher, der mit einem Durchmesser von 2,90 Meter in der Gebäudemitte platziert ist und mit 10,5 Meter Höhe von der Kellersohle bis zum Dach reicht. Dazu kommen später über die gesamte Dachfläche nach Süden ausgerichtete Sonnenkollektoren von rund 384 Quadratmeter Fläche. Für die kältesten und sonnenärmsten Wintertage bedarf es einer Zusatzheizquelle. Das Sonnenhaus setzt auf Biomasse in Form eines Holzofens, der CO2-neutral den Pufferspeicher nachheizt. 

Die Technologie sei alltagstauglich, bedienerfreundlich, krisensicher, wenig anfällig für technische Probleme und damit anderen Niedrigenergie-Heizkonzepten überlegen. Das mache das Sonnenhaus zum potentiellen Wohnraum für eine breite Gesellschaftsschicht“, so Horst Glinka, geschäftsführender Gesellschafter der B & O Gebäudetechnik, die das technische Konzept verantwortet.  

Im Herbst 2012 sollen die ersten Mieter einziehen. Die Bauherrin und Vermieterin, die Gewoba Nord, bietet ihren Mietern zunächst über drei Jahre eine Mietflatrate, die außer den persönlichen Strom- und Telefonkosten sämtliche Betriebskosten des Hauses enthält. 

Die Gewoba Nord liegt mit ihrem Bau im Trend. Eine Umfrage des Sonnenhaus-Instituts e.V. verweist auf einen deutlichen Zuwachs an solar beheizten Mehrfamilienhäusern: über zehn Prozent der im vergangenen Jahr gebauten Sonnenhäuser seinen Gebäude mit drei oder mehr Wohneinheiten, so Peter Rubeck, Geschäftsführer des Sonnenhaus-Instituts.


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