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Dienstag - 24. Januar 2012


Reichlich Tageslicht durch raumhohe Verglasungen

Baugruppenprojekt BIGyard, Quelle: Simon Menges

Auf einem 3.350 Quadratmeter großen Gelände eines ehemaligen Lebensmittellagers in Berlin-Prenzlauer Berg realisierten Zanderroth Architekten für ihr Baugruppenprojekt „BIGyard“ eine Bebauung aus zwei zueinander parallelen Riegeln.

Entlang des 100 Meter langen Grundstücks nimmt der vordere Baukörper die Straßenflucht auf und schließt die umgebende Blockrandstruktur der Gründerzeit. Der hintere Riegel schließt rückwärtig über die gesamte Länge des Grundstücks an die 22 Meter hohe Brandwand der Nachbargebäude an. Verbindendes Element aller Wohneinheiten ist der 1.300 Quadratmeter große gemeinsame Gartenhof. Es entstanden insgesamt 45 Wohneinheiten mit drei bis sieben Zimmern als KfW-Effizienzhaus 55.

Um die Schwierigkeiten des Grundstücks wie die Ausrichtung nach Nordost sowie die hohe Dichte der Bebauung kompensieren zu können, wählten die Architekten Räume mit doppelter Höhe und raumhoher Verglasung. Auf diese Weise lassen die Fassaden auch ohne direkte Sonneneinstrahlung ausreichend Tageslicht in das Innere der Wohnungen.

55 Glas-Faltwände und 23 Hebe-Schiebe-Anlagen von Solarlux gewährleisten sowohl im offenen als auch im geschlossenen Zustand eine hohe Transparenz. Die Hebe-Schiebe-Anlagen wurden mit einer Höhe von 2,35 Metern und einer Breite von bis zu 3,50 Metern eingebaut. Die Glas-Faltwände vom Typ SL 66 aus Holz bestehen durchschnittlich aus vier Flügeln mit einer Höhe von 2,40 Metern. Um eine raumhohe Verglasung realisieren zu können, wurde oberhalb der faltbaren Glas-Elemente eine Festverglasung eingesetzt. Das gesamte Fensterelement kommt damit auf eine Höhe von 4,20 Meter.

Das Baugruppenprojekt wurde im Rahmen der Verleihung des vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und der Bundesarchitektenkammer (BAK) ausgelobten Deutschen Architekturpreises 2011 ausgezeichnet.


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