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Mittwoch - 18. Januar 2012


BBSR: Ostdeutschland profitiert besonders von der Städtebauförderung

Die Städtebauförderung von Bund und Ländern soll zum Ausgleich unterschiedlicher Wirtschaftskraft in Deutschland beitragen. Wohin fließen die Finanzmittel? Welche Regionen profitieren besonders? Antworten gibt eine Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

Die Städtebauförderung von Bund und Ländern soll zum Ausgleich unterschiedlicher Wirtschaftskraft in Deutschland beitragen. So wurde nach der Deutschen Einheit den neuen Bundesländern in der Finanzverteilung ein höherer Betrag zugewiesen, als ihnen vom Bevölkerungsanteil her zustand. Laut dem BBSR macht die Kartendarstellung deutlich, dass Ostdeutschland in den letzten 20 Jahren stark von den Fördermitteln zur Städtebauförderung profitiert hat. Die Karte zeigt auch die Verteilung des Fördervolumens differenziert nach Stadtregion und Gebieten außerhalb der Stadtregion. So kann zwischen städtischen und ländlichen Räumen unterschieden werden.

Städtebauförderung findet nicht nur in den Stadtregionen statt, sondern auch in ländlichen Räumen, so wie in der Verwaltungsvereinbarung zur Städtebauförderung zwischen Bund und Ländern vereinbart. Rund 39 Prozent der Fördermittel sind in den letzten 20 Jahren in ländliche Räume geflossen. Im Verhältnis zum Bevölkerungsanteil von 27 Prozent profitieren diese Räume also besonders von der Förderung. Die Stadtregionen haben zwar einen höheren Anteil an den Finanzhilfen (61 Prozent), schneiden aber bezüglich ihres Bevölkerungsanteils (73 Prozent) deutlich schlechter ab.

Die Städtebauförderung bezieht alle Gemeindegrößenklassen mit ein. Auch in diesem Vergleich erreichen die Großstädte zwar den höchsten Anteil an Städtebauförderungsmitteln (29 Prozent); sie erhalten aber weniger Fördermittel, als es ihrem Bevölkerungsanteil (31 Prozent) entspricht. Gewinner sind dem BBSR zufolge die Mittelstädte außerhalb der Stadtregionen mit einem Fördermittelanteil von 20 Prozent und einem Bevölkerungsanteil von 9 Prozent. Auch die Kleinstädte außerhalb der Stadtregionen, sprich im ländlichen Raum, profitieren besonders stark von den Finanzhilfen. Das gilt auch für strukturschwache Städte und Gemeinden, heißt es in der Auswertung.


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