Fachveranstaltung: Welche Strukturen braucht eine gelebte Nachbarschaft?
Rund 50 Teilnehmer sind im Februar 2012 der Einladung zu der Fachveranstaltung „Aktivierungspotenziale für Nachbarschaften“ im Hotel Elbflorenz in Dresden gefolgt. Diese wurde von Masterstudierenden der Sozialen Arbeit im Rahmen des Forschungsprojektes „Empowerment für Lebensqualität im Alter“ (ELA) an der Hochschule Mittweida in Kooperation mit dem Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V. (VSWG) und dem Berliner Institut für Gerontologische Forschung (IGF) durchgeführt.
„Lebendige Nachbarschaften tragen entscheidend zur Lebensqualität älterer Menschen bei und ermöglichen das lange Leben im vertrauten Wohnumfeld“, sagte Alexandra Brylok, Referentin für Soziales und Projekte des VSWG zu Beginn der Veranstaltung. Im Anschluss stellte Annegret Saal von der Hochschule Mittweida das vom BMBF finanzierte Forschungsprojekt „Empowerment für Lebensqualität im Alter“ vor. Dieses untersucht seit Juni 2010, wie ältere Bewohner/innen ihr Wohnumfeld wahrnehmen, an der Gestaltung teilhaben und Nachbarschaften leben. Bedeutsam seien die Beschaffenheit des Wohnumfeldes und lebendige Nachbarschaften. „Sitzmöglichkeiten, barrierearme Zugänge, eine gute Versorgung, aber auch kulturelle Angebote und Begegnungsorte tragen zur Lebensqualität bei“, so Brylok.
Benötigt würden vor allem Strukturen, die den gegenseitigen Austausch und den Aufbau von Vertrauensbeziehungen ermöglichen. Wie dies gelingen kann, wurde von Prof. Dr. Stephan Beetz von der Hochschule Mittweida im Impulsvortrag referiert. Mit diesem Hintergrundwissen erfolgte ein Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmern in kleineren Diskussionsgruppen. Hier wurde über die unterschiedlichen Erfahrungen der Wohnungsgenossenschaften mit ‚gelebten‘ Nachbarschaften gesprochen sowie Ideen und konkrete Handlungsansätze für Aktivierungspotenziale benannt.





