In Ostdeutschland verlassen junge Menschen früher das Elternhaus
In den neuen Bundesländern (einschließlich Berlin) leben noch 57 Prozent der 18 bis 24-jährigen bei ihren Eltern. Das sind neun Prozentpunkte weniger als in den alten Bundesländern (66 Prozent).
Der Anteil allein lebender junger Erwachsener (23 Prozent) liegt in den neuen Ländern sogar um fast die Hälfte über dem in den alten Bundesländern (16 Prozent). Präsentiert wurden diese Zahlen auf der zweiten BBU-Neubautagung.
Ost und West: Trendumkehr
Entgegen anderer Trends, haben sich die Unterschiede bei diesem Kriterium zwischen den neuen und den alten Bundesländern seit 2000 umgekehrt und auch deutlich vergrößert. Im Jahr 2000 lebten in den neuen Bundesländern noch rund 70 Prozent der jungen Erwachsenen bei ihren Eltern. In den alten Bundesländern waren es nur 64 Prozent.
Gründe: Großes Wohnungsangebot, attraktive Bildungsstandorte
„Wir gehen davon aus, dass hinter diesen Zahlen die große Attraktivität Berlins und anderer ostdeutscher Großstädte als Bildungsstandorte steht. Das zieht junge Menschen aus den alten Bundesländern in die neuen“, erläuterte Maren Kern, Vorstandsmitglied beim Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU).




