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Mittwoch - 01. Februar 2012

degewo-Hilfsprojekt „Jule“ gestartet


Quelle: degewo

Im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf haben sich verschiedene Akteure zusammengeschlossen, um junge Alleinerziehende auf ihrem Weg in ein selbstständiges, eigenverantwortliches Leben zu helfen: das Wohnungsunternehmen degewo, Berliner Senat, Bezirksamt, Jobcenter, der Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreis und der Kinderring Berlin e.V. wollen mit dem Projekt „Jule“ alleinerziehende Mütter und Väter im Alter zwischen 18 und 27 Jahren durch ein vernetztes Angebot unterstützen. Es beinhaltet Wohnen, Kinderbetreuung und Arbeit. 15 Wohnungen mit 3 bis 5 Zimmern stehen zur Verfügung.

Im Bezirk Marzahn-Hellersdorf sind 44 Prozent Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren zuhause, darunter überdurchschnittlich viele junge Mütter unter 25 Jahren. Marzahn ist die bekannteste Plattenbausiedlung Deutschlands. In rund 58.000 mittlerweile komfortablen Wohnungen leben mehr als 100.000 Menschen.  

„Viele suchen bei uns nach einer Wohnung. Doch oft fehlt ein Schulabschluss oder eine Ausbildung, ein Großteil bezieht Hartz IV und so mancher hat zudem einen Negativeintrag in einem Schuldnerverzeichnis. Wir wollen diesen jungen Menschen helfen, den Kreislauf zu durchbrechen“, sagt Frank Bielka, Vorstandsmitglied der degewo und Initiator des Projekts. Das kommunale Wohnungsunternehmen gab den Anstoß, brachte alle Akteure zusammen und stellt die 15 Wohnungen in der Golliner Straße 5 und 7 im Stadtteil Marzahn-Nord zur Verfügung. Im Rahmen der laufenden Sanierung der Wohnhäuser wird auch ein rund 200 Quadratmeter großer Treffpunkt für die jungen Eltern und ihre Kinder geschaffen. 

Anders als bei vielen anderen Programmen für Alleinerziehende bietet „Jule“ alles aus einer Hand. „Die jungen Mütter oder Väter beziehen eine eigene Wohnung. Wir halten ihnen den Rücken frei und unterstützen sie bei der Betreuung der Kinder, dem Schulabschluss und bei der Suche nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz. Das ist aktive Hilfe zur Selbsthilfe“, betont Marina Bikádi, Projektleiterin vom Kinderring Berlin e.V. Um die Plätze müssen sich die jungen Mütter oder Väter bewerben.


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